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Die Berliner und die Politik

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Zwei TV-Duelle geplant

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Nun also doch. Es war fraglich ob es zu einem Rededuell zwischen den Spitzenkandidaten kommt. Insbesondere Klaus Wowereit hatte sich nicht explizit dafür ausgesprochen. Da aber Frank Henkel von der CDU und Renate Künast berechtigtes Interesse daran haben, wurde hinter den Kulissen des RBB verhandelt. Als Ergebnis stehen nun zwei große Rededuelle an.

Als erstes wird sich Klaus Wowereit mit Frank Henkel duellieren. Die Bühne scheint der Spitzenkandidat der CDU zu brauchen, da er hinter der Popularität der Hauptakteure von SPD und den Grünen im Hintertreffen ist. Der Freitag stellte gar die Frage: „Wo bekommt die Berliner CDU nur immer diese Kandidaten her?“ Die Anspielung ist auch insbesondere auf Prof. Dr. Friedbert Pflüger gemünzt, der mittlerweile ein Institut am King’s College leitet. Im damaligem TV-Duell mit Klaus Wowereit machte er, wie im gesamten Wahlkampf, eine etwas unglückliche Figur.

Kurze Zeit später findet aber das mit Spannung erwartete Duell zwischen Klaus Wowereit und Renate Künast statt. Beide gelten als aussichtsreichste Kandidaten für den Posten des Oberbürgermeisters, auch wenn Kommentatoren bisher davon ausgehen, dass den Grünen die Machtoptionen fehlen.

Die Linke, mit ihren Spitzenkandidaten Harald Wolf, dürfte nicht sehr angetan sein. Laut Bericht der Berliner Zeitung plant man Protestschreiben, da man die Ausgewogenheit nicht gewährleistet sieht. Aber um dem Genüge zu tun, müsste bei konsequenter Umsetzung alle 22 Parteien inklusive der Einzelkandidaten in einer Sendung zu Wort kommen. Das heillose Durcheinander wäre sicherlich lustig anzusehen, aber vom Erkenntnisgewinn gering.

Anfang September sollen die beiden Duelle stattfinden. Ich hoffe, dass es wirklich ein Rededuell wird und nicht das übliche Aufsagen von Wahlkampfstatements ohne Diskussion.

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Written by Carl Mendola

28. Juli 2011 at 11:51

Veröffentlicht in Wahlen in Berlin 2011

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Die LINKE – Von Punkten und Punkten

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Wenn man sich das Ziel setzt Kernaussagen von allen Parteien zur Wahl herauszufiltern, dann wusste man vorher nicht was man sich antut. Bei manchen Parteien findet man nur sehr schwer Programme und bei den „großen Fünf“ mutiert das Wahlprogramm zur Lektüre für diverse Tage. Selbst Aufbereitung in „gerade einmal“ 100 Punkten können demnach nicht immer sinnvoll sein, wenn es ungefähr 80 Seiten sind.

So horchte ich also auf, bei dem Versprechen auf einer Veranstaltung der Partei DIE LINKE: „Wir bringen’s auf den Punkt!“ Das ist dder Wahlslogan und war für mich natürlich gleich Aufhänger dem nachzugehen. Schließlich könnte ich mir so das 72seitige Wahlprogramm ersparen.

Nach dem Bild und einleitenen Worten von Klaus Lederer prangt auf der entsprechenden Seite demnach die besagte Überschrift. „Wir bringen’s auf den Punkt!“

Scheinbar habe ich aber eine andere Vorstellung bei dem Slogan. Denn die folgenden acht dicken roten Punkte beschäftigen sich eher damit was passiert, wenn die LINKE „nicht mehr so stark“ wäre. Kaum Inhalt was man will, sondern was man geschaffen hat und ohne die LINKE alles schlechter wird. Es werden Gespenster aus der Kiste geholt. Wo sind denn die inhaltlichen Forderungen? Wo das Programm? Die LINKE kann sich doch nicht darin verstehen, dass sie Schwarzmalerei betreibt? Oder doch?

Oder ich habe diesen Slogan wirklich komplett falsch aufgefasst…

Nun soll ein Kurzwahlprogramm Trost spenden… Während aber das richtige Programm als Briefbeschwerer genutzt werden könnte, reicht solch ein Flyer nicht mal für den Weg bis zum nächsten Papierkorb.

Bleibt abschließend nur zu sagen: Schade… dabei ist die Idee mit den Punkten aber gut. Nach solchen „Zusammenfassungen“ habe ich aber nun Angst, dass auf den 72 Seiten kaum Inhalt stehen könnte…

Written by Carl Mendola

23. Juni 2011 at 08:25

Veröffentlicht in Wahlen in Berlin 2011, Wahlprogramme

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